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Es gibt viele Ideen, wie zukünftige Eurokrisen verhindert werden könnten. Dies erfordert aber, dass europäische Länder in Finanzfragen enger zusammenarbeiten. Einige Experten halten es für sinnvoll, einen europäischen Finanzminister zu ernennen, der sich um die Finanzpolitik aller Länder in der Eurozone kümmert. Hier bleibt es aber fraglich, ob die Regierungen der Euroländer diese Kompetenzen abgeben wollen. Eine zweite Idee ist die Einführung von Eurobonds, die Anstelle der nationalen Staatsanleihen eingeführt werden könnten. Investoren würden somit in alle Euroländer gleichzeitig investieren, und die Probleme eines Staates hätten weniger Auswirkungen auf die Zinsen für solche Papiere. Dagegen könnte sprechen, dass ökonomisch schwächeren Staaten wenig Anreize hätten solide zu wirtschaften. Schließlich könnten sich alle beteiligten Staaten gleich günstig Geld leihen. Den Vorschlag, dass Banken in Europa einheitlich kontrolliert und eine Insolvenz gemeinschaftlich aufgefangen werden soll, wurde zu großen Teilen bereits umgesetzt. Dass die Aufsichtsbehörde unter dem Dach der EZB angesiedelt ist wird in weiten Teilen kritisiert, obwohl sie eigentlich unabhängig sein müsste. Ebenso seien die Ausnahmeregeln zu weitreichend. So konnte der italienische Staat 2017 zwei kleine Banken mit 17 Milliarden Euro Steuergeld retten. Und das sollte es ja eigentlich nicht mehr geben, wenn die Insolvenz einer Bank nicht gefährlich für das gesamte Finanzsystem ist.