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5.8 Chancen im Beteiligungsgeschäft

Das Beteiligungsgeschäft ist im Grundsatz für Banken kein Neuland. Dennoch wird diese Ertragssäule ein wesentlicher Bestandteil der Zukunftssicherung sein bzw. werden. Beteiligung an Start-ups und FinTechs sind elementar wichtig für die Zukunftssicherung der Branche. Finanztechnologie (engl.:financial technology, verkürzt zu Fintech bzw. FinTech) ist ein Sammelbegriff für technologisch weiterentwickelte Finanzinnovationen, die in neuen Finanzinstrumenten, -dienstleistungen oder -intermediären resultieren. Im engeren Sinne wird der Begriff Fintech häufig mit den Unternehmen gleichgesetzt, die digitale bzw. technologische Finanzinnovationen anbieten. Lösungen für den Versicherungsbereich werden als Versicherungstechnologie (auch InsurTech) bezeichnet, Lösungen für den Bereich der Vermögensverwaltung als WealthTech und solche für den Bereich des Zahlungsverkehrs als PayTech. Der Unterschied in der Begrifflichkeit Start-up und FinTechs besteht darin, dass FinTechs bereits etablierte Unternehmen seien können. Warum ist ein Invest in diesem Bereich so wichtig? Wo liegen neben möglichen Renditen weitere Vorteile? Wie im Part Digitalisierung, Fin Tech und Omnikanal beschrieben, müssen Banken in riesigen Schritten die Fehler der Vergangenheit bzw. den Stillstand der Vergangenheit aufholen. Da Banken oftmals durch ihre Bindung an Rechenzentren, den gegebenen Vorschriften / der entsprechenden Regulatorik und dem fehlendem Know How Widerstände erfahren, haben FinTechs die Chancen der Zeit genutzt und quasi von der grünen Wiese innovative Lösungen geschaffen, die zugleich kunden- und verbraucherorientiert sind. Sehen Banken ein mögliches Invest, profitierten sie vom Know How, der Schnelligkeit durch Innovation, der Flexibilität und der Unabhängigkeit am Markt. Bei den richtigen Investments können Prozesse im besten Fall 1 zu 1 transformiert werden und somit zu einem unmittelbaren Wettbewerbsvorteil werden. Darüber hinaus spielt der wirtschaftliche Aspekt eine entscheidende Rolle.

An einem Beispiel aus dem genossenschaftlichen Sektor (VR Ventures) wird der Hintergrund verdeutlicht. Die Corona-Krise könnte z.B. dem sogenannten Wagniskapitalfonds deutscher Volks-und Raiffeisenbanken auf längere Sicht in die Hände spielen. Die Krise sorgt aktuell für günstigere Einstiegskurse. Bis Mitte kommenden Jahres will der Fonds ein Volumen zwischen 75 und 100 Millionen Euro erreicht haben. Bislang hat der Fonds 40 Millionen Euro eingesammelt, die von neun Genossenschaftsbanken und einem Versicherer kamen. Durch die Corona-Krise fanden keine weiteren Gespräche mit potenziellen Investoren statt. Jedoch hat sich der Fonds einige Startups angesehen, an denen sich eine Beteiligung lohnen könnte. Im Visier stehen unter anderem Technologiefirmen aus den Bereichen Finanzen und Immobilien, also FinTechs und Proptechs. Laut Ernst & Young hatten deutsche Jungunternehmen im vergangenen Jahr mit 6,2 Milliarden Euro so viel frisches Geld eingesammelt wie nie zuvor, wobei teilweise hohe Bewertungen zu sehen gewesen seien. Die VR Ventures strebt eine möglichst breite Streuung der Investments an, statt alles auf eine Karte zu setzen, um die Risiken zu reduzieren. Angestrebt werde, lediglich ein bis zwei Millionen Euro pro Startup zu investieren. Unter anderem hat sich die VR Ventures an einem Unternehmen namens Penta beteiligt. Penta ist ein Berliner Unternehmen, das digitale Geschäftskonten führt und damit ein Konkurrent des zur Deutschen Bank gehörenden Anbieters Fyrst. Der Fonds habe eine Laufzeit von zehn Jahren mit der Option, ihn um zwei weitere Jahre zu verlängern. Die Chancen auf eine gute Rendite für das eingesetzte Kapital sind vorhanden. Nicht selten liegt die Rendite im zweistelligen Bereich. Die durchschnittliche Rendite bei Venture Capital liegt bei 7%. Immer mit Blick auf das vorhandene Risiko einer Beteiligung, ist die Rendite im Umfeld der Kapitalmärkte attraktiv und lohnend.