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Studienbetreuung
Um die schnelle Ideenbewertung im InnoTeam PP zu ermöglichen, bedarf es Hintergrundinformationen. Diese werden vom Ideengeber bei Eingabe der Idee gefordert. Die Kriterien sind mit der Checkliste „Go to Study“ (Anhang 3) abgeglichen. Es werden Angaben zu den in der linken Spalte aufgeführten 5 Merkmalskategorien abgefragt (Abb. 17):

Markt, Profitabilität, technische Machbarkeit und Risiko (eigene Darstellung)" class="wp-image-8466 size-full" height="360" src="https://sgbs.ch/wp-content/uploads/Abbildung-17-Abfragekriterien-der-Merkmalskategorien-zur-Ideenbewertung-Kundennutzen-bzw.-Einsparpotential-Markt-Profitabilitat-technische-Machbarkeit-und-Risiko-eigene-Darstellung-2.jpg" width="608"> Abbildung 17: Abfragekriterien der Merkmalskategorien zur Ideenbewertung: Kundennutzen bzw. Einsparpotential, Markt, Profitabilität, technische Machbarkeit und Risiko (eigene Darstellung)
Der Ideengeber hat die Möglichkeit der freien Texteingabe zur Ideenbeschreibung in der mittleren Spalte. Weitere vorhandene Information kann als Datei angehängt werden. Die rechte Spalte besitzt Auswahlfelder zum Anklicken. Die erste Merkmalskategorie unterscheidet zwischen Produkt- und Prozessinnovation. Für eine Produktinnovation kann der Kundennutzen, das bisher unbefriedigte Kundenbedürfnis oder das mit der Idee erzielte Alleinstellungsmerkmal, die „Unique Selling Proposition“ (USP) angegeben werden. Ebenso entscheidet der Ideengeber, durch ankreuzen in der rechten Spalte, ob die Idee einen niedrigen bis sehr hohen Kundennutzen hat oder sogar ein Muss ist. Letzteres kann im Falle einer gesetzlichen oder pharmazeutisch regulatorischen Neuerung vorkommen. Für eine Prozessinnovation gibt der Ideengeber seine Abschätzung der Kosteneinsparung durch die Idee an und bewertet das Einsparpotential zwischen weniger als 100 Tausend € bis mehr als 5 Millionen €. Die Merkmalskategorie Markt und Anwendung fragt nach den Parametern zur Marktattraktivität und nach der pharmazeutischen Anwendung wie z. B. Packmittel für Impfstoffe, Onkologie oder Generika. Die zu bewertenden Parameter sind das Marktpotential pro Jahr zwischen weniger als 500 Tausend € bis mehr als 10 Millionen €, das Marktwachstum zwischen kleiner oder gleich 2 % bis grösser als 15% und die Preissensitivität von hoch bis niedrig. In der nächsten Merkmalskategorie sind Angaben zur Bewertung der Profitabilität gefordert. Die Parameter sind der mit der Idee zu erzielende Umsatz pro Jahr nach erfolgreicher Umsetzung, die Kosten für das Entwicklungsprojekt und die Investitionen für evtl. neue Produktionsanlagen zur Herstellung der Stückzahlen für den o. g. Jahresumsatz. Wieder sind Optionen zum Ankreuzen vorhanden um die Umsätze von weniger als 500 Tausend € bis mehr als 10 Millionen € bzw. die Kosten und Invest von weniger als 200 Tausend bis über 2 Millionen € einzutragen. Die technische Machbarkeit ist das Thema der nächsten Abfragekategorie. Sofern spezielle Kompetenzen nötig sind um die Idee umzusetzen werden hier die nötigen Angaben vorgenommen. Die Abschätzung reicht von schwer bis leicht in den Ankreuzfeldern der rechten Spalte.
Die letzte Merkmalskategorie beschäftigt sich mit Risiken und besonderen Herausforderungen. Im Fall von außergewöhnlich hohen Anforderungen an die Qualität, Schnelligkeit in der Umsetzung, rechtlichen Rahmenbedingungen wie z. B. vorhandenen Patente kann das vermerkt werden. Dementsprechend ist in der rechten Spalte die Bewertung zwischen sehr niedrigem und sehr hohem Risiko anzuwählen. Der Workflow kann nach der Ideeneingabe nur dann abgeschickt und gestartet werden, wenn in der rechten Spalte jeder Merkmalskategorie die Ankreuzfelder pro Parameter bearbeitet sind. Dadurch ist der Ideengeber aufgefordert, alle Parameter nach bestem Wissen anzukreuzen. Die Abfrage der verschiedenen Parameter könnte abschreckend für einen Ideengeber wirken. Deshalb wird bei der Vorstellung und Schulung der Ideendatenbank großer Wert darauf gelegt, dass die Bewertungen nur erste Schätzungen sein müssen. Die Bewertungen werden vom InnoTeam PP geprüft, mit Experten und mit dem Ideengeber diskutiert und ggf. noch angepasst.
61 Vahs (1999) Innovationsmanagement S. 184