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2.3.3 Definierte Prozesse ermöglichen die Innovationsdurchführung

Neben der Bereitschaft der Mitarbeiter zu Innovation werden Prozesswerkzeuge benötigt, um Innovation systematisch und mit den richtigen Methoden zu managen (Abb. 3). Sieben Erfolgsfaktoren im Bereich der Prozesse können genannt werden:

  • Tatsächliche Ermittlung der Kundenbedürfnisse durch gelebte Kundennähe und ständigen Kundenkontakt auch der Entwickler sichert marktgetriebene Innovation. Entscheidend ist die Fähigkeit der Mitarbeiter Probleme und Bedürfnisse der Kunden zu erkennen, die nicht aktiv als Wünsche geäußert werden. Spezielle Fragetechniken wie die „Outcome-Driven Innovation“-Methode35 helfen dabei, die Aufgaben zu spezifizieren, die der Kunde mit einem Produkt erledigen will (= Outcome) und nicht bereits nach Lösungsvorschlägen zu fragen. Die Interaktion mit dem Kunden erfolgt nicht nur vor, sondern auch während und nach dem Innovationsprozess.
  • Der Innovationsmanager ist für die Organisation der gezielten Ideengewinnung aus allen möglichen internen und externen Quellen und die Koordination der Projektpriorisierung verantwortlich. Das Innovationsteam ist interdisziplinär zusammengesetzt und bewertet nach festgelegten Kriterien.
  • Value Innovation zielt ab auf die Überwindung der bisherigen Voraussetzungen der eigenen Industrie durch die Schaffung neuer Werte. Neue Leistungen werden durch neue Produktmerkmale realisiert und nicht nur Alleinstellungsmerkmale angestrebt sondern neue Maßstäbe gesetzt.
  • Chancen-Risiken-Analyse ist die Grundlage für die Projektpriorisierung nach Technologie- und Marktportfolio und zu erwartenden Kosten und Umsätzen.
  • Die Kernkompetenzen des Unternehmens sind die Basis für Innovationen. Kernkompetenzen müssen erarbeitet und erweitert werden, und dafür ist der Einsatz von personellen und finanziellen Ressourcen nötig.
  • Erfolgreiche Prozessorganisation beruht auf interdisziplinären und kundennahen Entwicklungsteams, die das Projektmanagement und Projektcontrolling beherrschen.
  • Internes Marketing um das „not invented here“-Syndrom zu vermeiden. Das frühzeitige Informieren, Einbinden und Überzeugen der Fachabteilungen, die nicht von Anfang an am Projekt beteiligt sind, erzeugt die nötige Motivation für die spätere Übernahme und Betreuung des neuen Produkts oder Prozesses.

Die beiden Grundmuster für den Innovationserfolg, richtige Soft Skills der beteiligten Personen und definierte Prozesse, bedingen und ergänzen sich gegenseitig. Das vernetzte Zusammenspiel der genannten Erfolgsfaktoren schafft die Voraussetzung für Innovation. 36 Andere Zusammenfassungen von Ergebnissen der Innovationsforschung gliedern nicht nur in zwei, sondern in drei Bezugspunkte für Innovationserfolg: personale und kontextuelle Faktoren sowie die Prozessfähigkeit. Die beiden ersten Punkte beschäftigen sich mit dem Faktor Mensch, seiner Qualifikation, Kreativität, Kommunikationsfähigkeit, Ausdauer und Erfahrung sowie der Führung, Organisation und Kultur im Unternehmen. Die Prozessfähigkeit enthält die Vorgabe der Visionen/ Strategien/ Ziele, der Ressourcen, des Prozessmanagements und die Anwendung von Tools.37

Somit besteht grundsätzlich Übereinstimmung der Ergebnisse der verschiedenen Analysen zu den Erfolgsfaktoren. Unterschiede sind lediglich in der Trennung von Mitarbeiterqualifikation und Führung in der dreigeteilten Beschreibung zu erkennen, die bei der Gliederung in zwei Grundmuster beide in den Soft Skills enthalten sind. Die als ein Hauptfaktor von Innovationserfolg genannten Prozesse der Innovation sind Gegenstand des nächsten Kapitels.

 

35 Ulwick (2008) Aus Kundenaussagen bahnbrechende Innovationen entwickeln
36 Stern (2003) Erfolgreiches Innovationsmanagement S. 18 f
37 Wahren (2004) Erfolgsfaktor Innovation S. 33 ff