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1.5 Das Unternehmen Matratzen Concord

Das Unternehmen Matratzen Concord wurde von Hr. Hartmann, einem Unternehmer aus Köln, Ende der 80er Jahre gegründet. Hr. Hartmann betrieb ein Möbelhaus in Köln und sah eine Chance darin, die Produktgruppe Matratzen und Lattenrahmen mit sehr guten Deckungsbeiträgen, aus dem Sortiment herauszulösen und diese Produktgruppe in einem Discount-Konzept „von der Rampe“ in Abholmärkten zu vertreiben. Solche „Matratzen-Mitnahme-Märkte“ waren bis zu diesem Zeitpunkt in Deutschland noch unbekannt.

Aus dieser Idee sind die ersten „Matratzen Markt Concord“ Abholmärkte entstanden. Diese Märkte wurden lediglich mit einem Mitarbeiter besetzt, der mehr als „Bewacher der Ware“, denn als „echter“ Verkäufer diente. Die ersten Märkte waren eher klein und hatten selten eine Verkaufsfläche von mehr als 100m2, so dass alleine aus diesem Grund schon kaum ein Probeliegen oder eine fachkundige Beratung stattfinden konnte. Durch das Firmenmotto von Hr. Hartmann: „So sparsam wie möglich, so einfach wie möglich und so menschlich wie möglich“, welches er auch jederzeit selbst vorlebte, gelang es ihm aber die Matratzenkette bis auf über 200 Filialen auszubauen, bevor er sie 1997 an die niederländische Aktiengesellschaft Beter Bed Holding verkaufte.

Mit dem Einfluss der niederländischen Muttergesellschaft, und nicht zuletzt dadurch, auch größeren finanziellen Möglichkeiten, gelang es dem Unternehmen das Filialnetz in den folgenden 10 Jahren bis heute auf über 700 Filialen in Deutschland auszubauen. Darüber hinaus betreibt Matratzen Concord noch ca. 100 weitere Filialen in den Niederlanden unter „Matrassen & Boxsprings Concord“ sowie in Österreich und der Schweiz ebenfalls unter dem Namen „Matratzen Concord“. Durch den konsequenten Aufbau von Leistungsvorteilen (z.B. kurze Lieferzeiten, Marken zu Discountpreisen, etc.) und Preisvorteilen (z.B. durch die Kostenführerschaft und den Effekten der Erfahrungskurve71) zusammen mit einer hohen Vermarktungsstärke, gelang es Matratzen Concord in den letzten Jahren möglichst viele Kundenbedürfnisse anzusprechen und so eine starke strategische Position einzunehmen.

Das Standortprofil hat sich von den anfänglichen Ecklagen an hochfrequentierten Ampelkreuzungen in den 90er Jahren, hin über markante Lagen und Alleinlagen an Ausfallstrassen bis zu Lagen in Gewerbegebieten ständig weiter entwickelt. Die durchschnittliche Verkaufsfläche, die anfänglich oftmals unter 100m2 lag, liegt heute deutlich über 200m2 und steigt mit zunehmender Expansion stetig weiter an. Auch die Ausstattung der Ladenlokale war anfänglich, getreu dem Motto des Eigentümers, „so sparsam wie möglich“ und es wurde in keinerlei Ladeneinrichtung oder Renovierung der Ladenlokale investiert. Lediglich in die Beleuchtung der Schaufenster und auch in eine auffällige Außenwerbeanlage war Hr. Hartmann schon damals bereit zu investieren, da er frühzeitig den außerordentlichen Werbeeffekt für das Unternehmen erkannte. Heute haben die Filialen von Matratzen Concord alle ein einheitliches Erscheinungsbild mit einem dunkelblauen Nadelfilzboden, einheitliche Musterbetten zum Probeliegen, hochwertige Markenstudios und einem einheitlichen Corporate-Identity. Lediglich die helle Beleuchtung der Schaufenster und der gesamten Verkaufsfläche mit Neonleuchten ist geblieben und unterstreicht zusammen mit der markanten Außenwerbeanlage weiterhin den starken Discount Charakter der Filialen.

 

71 Michael Porter, Wettbewerbsstrategie: Methoden zur Analyse von Branchen und Konkurrenten (Conpetitive Strategy) 1999, Seite 75