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4.6.1. Brasilien

Brasilien besitzt die größten Streitkräfte in Südamerika und der der Verteidigungshaushalt ist in den Jahren 2000 bis 2011 von 22,5Mrd$ auf 35,4Mrd$ angewachsen. Dies entspricht einem aktuellen Anteil von 1,6% am BIP. Interessant ist, dass dieser Wert in diesem Zeitraum von 1.8% auf 1.6% gesunken ist, aber es spiegelt das Wirtschaftswachstum Brasiliens wider.82 Darüber hinaus hat das brasilianische Verteidigungsministerium im Jahr 2009 im Rahmen einer neuen Verteidigungsstrategie angekündigt, dass die Streitkräfte modernisiert werden sollen und dass das Verteidigungsressort für diese Beschaffungen 733Mio$ extra von der Regierung bereitgestellt bekommt. Im Mai 2012 gab dann der Verteidigungsminister bekannt, dass der Verteidigungsetat schrittweise bis auf 2% des BIP erhöht wird.

Der Schwerpunkt der Beschaffungsprojekte liegt auf den Landstreitkräften, die ebenfalls für die Grenzsicherung zuständig sind und somit gleichzeitig über die reichhaltigen Rohstoffvorkommen des Landes wachen, und die Einführung neuer Hubschrauber, Kampf- und Transportflugzeuge, um die alten Modelle ersetzen zu können. Große Summen fließen auch in den Bereich der Homeland Security, die mit den Bevorstehenden Großereignissen der Fußballweltmeisterschaft 2014 und den olympischen Sommerspielen 2016 noch dringenden Ausstattungsbedarf hat.83 Innerhalb Brasiliens besteht bereits eine gut aufgestellte Luftfahrtindustrie mit Embraer im Zentrum, darüber hinaus ist die Zahl der auf oder von diesem Markt aus agierenden Unternehmen von 39 im Jahr 2007 bis auf 170 in 2011 angestiegen, die einen Gesamtumsatz von 3.5Mrd$ erwirtschafteten.84

Bei der Vergabe von Aufträgen legt die brasilianische Regierung Wert auf die Zusammenarbeit mit Firmen, die die lokale Wertschöpfung, z.B. die Herstellung oder Endmontage der Produkte, unterstützt und somit Arbeitsplätze im Land kreiert. Die Schwierigkeiten, die sich für die möglichen Geschäftspartner ergeben, sind die kaum vorhandenen lokalen Komponentenhersteller und die vielseitigen Facetten der brasilianischen Natur, die im Zusammenhang mit der Größe des Landes gerade die Logistiker vor enorme Probleme stellt. Die rigorosen Zollrichtlinien Brasiliens mit ihren hohen Einfuhrsteuern sind darüber hinaus weitere Hindernisse.85

Als Schlussfolgerung lässt sich sagen, dass Brasilien einen attraktiven Markt darstellt und auch die Vorreiterrolle in Südamerika ist nicht zu unterschätzen, so dass bei erfolgreicher Platzierung und Anwendung des eigenen Produktes Folgeaufträge aus weiteren südamerikanischen Ländern folgen könnten.

 

82 (SIPRI Military Expenditure Database, 2012)
83 (Gebicke, December 2012)
84 (Brazil's Defence Industry Booming, 8-2012)
85 (Gebicke, December 2012)