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3.4.2. Nationale Staatliche/halbstaatliche Akteure

In Deutschland ist das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) die zentrale Beschaffungsbehörde. Es wurde im Oktober 2012 im Zuge der Umstrukturierung der deutschen Streitkräfte gegründet. Es entstand aus den früheren Dienststellen Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung (BWB) und dem IT-Amt der Bundeswehr und gleichzeitig wurden ihm noch Nutzungsaufgaben aus den Streitkräften unterstellt. Als Folge dessen umfasst der Verantwortungsbereich jetzt den gesamten Life Cycle der Produkte, also von der Lösungserarbeitung über die Nutzungsbetreuung bis hin zur Aussonderung und Verwertung. Somit kann die Hauptaufgaben als Customer Product Management beschrieben werden, welches den Vergabe- und Beschaffungsprozess einschließt. Folglich wurde mit dem BAAINBw ein einziger zentraler Ansprechpartner für alle technischen Angelegenheiten der Bundeswehr geschaffen, der gleichzeitig ein wichtiger Auftraggeber der öffentlichen Hand ist.

Die DE&S (Defence Equipment and Support) ist die britische Agentur, die für die Beschaffung und Betreuung von Wehrmaterial zuständig ist. Ihr Aufgabenbereich ist ähnlich weitreichend wie die des deutschen BAAINBw und kümmert sich von der Planung, Beschaffung, Betreuung während der Nutzungsphase bis hin zur Ausphasung um die Ausrüstung der britischen Streitkräfte.

Eine Sonderrolle nimmt die französische DGA (Direction Général de l'Armement) ein. Sie übernimmt nicht nur die Beschaffungs- und Nutzerbetreuungsaufgaben für die französischen Streitkräfte, sondern besitzt eine Unterabteilung, die für die Exportbetreuung und die Erschließung von neuen Märkten verantwortlich ist. Durch dieses erweiterte Aufgabengebiet, welches nun von der Konzeption, Entwicklungsbetreuung über Nutzung bis hin zum Export reich, ist diese Agentur ein sehr mächtiger Marktteilnehmer, dessen Einfluss bis weit in die französischen Herstellerkreise reicht.

Auf dem Markt für Verteidigungsgüter treten zusätzlich noch verschiedene Forschungs- und Entwicklungsgesellschaften Firmen auf. Diese Gesellschaften sind zu großen Teilen durch die Staaten finanziert und requirieren z.B. über Auftragsforschung Drittmittel zur Deckung des Finanzbedarfs. Sie betreiben viel Grundlagenforschung, aber auch aufgaben- und ergebnisorientierte Forschung wird durchgeführt. Dadurch befinden sie sich in den Bereichen Forschung und Entwicklung, welche teilweise bis zur Prototypenherstellung reicht, in Konkurrenz mit den privaten Marktteilnehmern. Gleichzeitig werden diesen Gesellschaften auch durch die Industrie Forschungsaufträgen erteilt. Prominente Beispiele sind die Fraunhofer Gesellschaft oder die Niederländische Organisation für Angewandte Naturwissenschaftliche Forschung (TNO), die viele Aufträge direkt aus dem niederländischen Verteidigungsministerium bekommt.