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Technologie spielt eine entscheidende Rolle für den Erfolg der Rüstungsindustrie bzw. ist zumindest in den meisten Projekten ein wichtiger Faktor. Technologischer Vorsprung versetzt Staaten in die Lage mit seinen Streitkräften ein höheres Gefahrenpotential für andere Staaten dazustellen bzw. seine eigenen Interessen durchzusetzen. Treffend beschrieben wurde diese Situation in einer Antwort des deutschen Bundestages auf eine Kleine Anfrage aus der Opposition zum Thema bewaffneter Drohnen: „Die Verfügbarkeit neuer Fähigkeiten ist beispielsweise bei bewaffneten UAS Ausdruck technologischen Vorsprungs, der einen Sicherheitsgewinn vor allem durch glaubhafte Abschreckung zu bewirken vermag.“ (Deutscher Bundestag, 21.01.2013, S. 14)
Für lange Zeit war der Rüstungsbereich ein weitgehend geschlossener Technologiesektor, der vielfach von den Staaten im Rahmen von Spitzentechnologieförderung unterstützt wurde. Beginnend in den 70er Jahren wurde diese Abgrenzung immer durchlässiger und die Fortschritte und Entwicklungen in der zivilen Forschung nahmen immer weiteren Einfluss auf die militärische Forschung.68 Durch diese Beeinflussung wurde die Rüstungsentwicklung stark verändert und viele heute verwendeten Prozesse, Techniken, Materialien und Abläufe haben ihren Ursprung in der zivilen Sparte oder wurden von ihr entschieden vorangetrieben. Gut erkennbar ist dies an der aktuellen Computerentwicklung, welche unter militärischer Forschung anfänglich große Fortschritte machte, aber inzwischen nahezu gänzlich vom zivilen Markt dominiert wird. Als Folge dieser Vermischung oder der beidseitigen Anwendbarkeit spricht man von Dual-Use-Gütern bzw. –Technologien. Die Abbildung 7: Beispiele für Dual User Technologien veranschaulicht diesen Zusammenhang.

Abbildung 7: Rüstungskooperation in Europa, Quelle: ETH-Zürich
68 (Brooks, 2005, S. 84)