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4.6.2. Indien

Indien ist der derzeit größte Waffenimporteur der Welt mit einem Anteil von 10% am Gesamtimport über die Jahre 2007 bis 2011.86 Diese Importe sind getrieben durch die Bedrohung durch die Nachbarstaaten Pakistan und China und dienen der Modernisierung der Teilstreitkräfte sowie dem Ausbau der militärischen Infrastruktur, für die in den nächsten Jahren weitere Ausgaben in Höhe von 50-100Mrd$ eingeplant sind.87 Indien gehörte lange Zeit zu den Staaten, die ihre Waffeneinkäufe, vor allem in Bezug auf Kampfflugzeuge, in Russland bzw. der UdSSR tätigten. In den letzten Jahren hat sich diese Denkweise gelockert und Indien betrachtet inzwischen das gesamte weltweite Angebot und tätigt weltweit Einkäufe. Als Beispiele dienen die Bestellung von P8I Seefernaufklärern bei Boeing, die Entscheidung für die Rafal von Dassault (FR) in der Ausschreibung für neue Kampfflugzeuge und eine gleichzeitige Order von weiteren Su30 Flugzeugen in Russland.88

Die indische Regierung hat sehr restriktive Regeln für die Geschäfte mit ausländischen Firmen. Die größte Hürde dürfte dabei die Forderung nach einem Minimum von 30-50% an Kompensations- oder Ausgleichsgeschäften sein, die für Abschlüsse mit einem Volumen von mehr als 65Mio$ gelten und somit dafür sorgen, dass dieser Anteil wieder in den heimischen Wirtschaftskreislauf zurückgeführt wird. Problematisch ist auch die Beschränkung auf maximal 26% der Firmenanteile, die durch ein ausländisches Unternehmen in Indien besessen werden darf, wodurch auch Joint-Ventures mit heimischen Firmen ein schwieriges Unterfangen darstellen. Durch die vorbelasteten Beziehungen zu China und dem Wunsch, nicht die Wirtschaft eines regionalen Konkurrenten zu unterstützen, entstand die indische Forderung nach besten Möglichkeiten auf chinesische Produkte und Komponenten in Herstellungsprozess zu verzichten. Wie im Falle Brasiliens stellen auch die Gegebenheiten der Natur und die wenig ausgebaute Infrastruktur in Indien ein Problem da.89

Weitere Chancen bietet das schnelle Wirtschaftswachstum, dessen Tempo zu folgen eine große Aufgabe für die staatlichen Verteidigungsbetriebe sein wird, sowie die herausfordernden Projektpläne für neue High-End-Waffensysteme, zu deren Erfüllung diese Firmen sehr wahrscheinlich Hilfe benötigen, um die technischen Anforderungen meistern zu können.

 

86 (SIPRI arms transfers database, 2012)
87 (Gebicke, December 2012)
88 (Anderson, Setting the trend, 2012)
89 (Gebicke, December 2012)