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4. Der Einfluss kultureller Aspekte auf Organisations-Entscheidungen

„All business is peoples ́ business“ ist eine allgemein akzeptierte Grundlage des Geschäftslebens. Geschäfte werden von Menschen mit Menschen abgeschlossen und selbst in hoch technisierten Branchen wie z.B. dem Wertpapierhandel ist der direkte ebenso wie der indirekte Einfluss des Menschen bestimmend für Erfolg oder Misserfolg. Da an einem Geschäft immer ein Verkäufer und ein Käufer beteiligt sind und zwei oder mehr Menschen die ein gemeinsames Interesse verfolgen eine Gruppe bilden, geht es um die Beziehungen innerhalb von und zwischen Gruppen die maßgeblich von Kultur beeinflusst werden.

Überall wo Menschen in Gruppen zusammen kommen, spielt Kultur eine wichtige Rolle. Die Wissenschaft definiert Kultur als die Summe der von Gruppen-Mitgliedern getragenen Wertvorstellungen, Normen und Verhaltensmustern (Berthel, Unternehmungskultur). Kulturen existieren auf verschiedenen Ebenen. So gibt es z.B. Länder-, Regional- und Stadtteil-Kulturen, Vereins-Kulturen, Unternehmens-, Bereichs-, Abteilungs- und Team-Kulturen. Kulturen die große Gruppen umfassen wie z.B. Länder- oder Unternehmens-Kulturen werden oft Sub-Kulturen, Kulturen innerhalb einer Kultur, aufweisen (Abbildung 7).

Kulturen entstehen aus gemeinsamem Erleben und Bewältigen der durch die In und Umwelt an eine Gruppe gerichtete Aufgaben. Da eine Kultur an neue Gruppen-Mitglieder weitergegeben wird kann sie sich zwar weiter entwickeln, unter Umständen auch in bruchartigen Veränderungen wenn die Einflüsse auf die Gruppe entsprechend stark sind, aber eine Kultur kann nur mit der Auflösung der Gruppe als Träger der Kultur untergehen. Neue Mitglieder und Mitglieder die mehreren Gruppen angehören unterstützen durch das Einbringen externer Kultur-Elemente die Weiterentwicklung der Kultur.

Abbildung 7: Kulturen und Sub-Kulturen

Abbildung 7: Kulturen und Sub-Kulturen

Abhängig von der Verwurzelung in der Historie, der Intensität gemeinsamen Erlebens und der Stabilität der Gruppe ist eine Kultur stärker oder schwächer ausgeprägt.

Kulturen drücken sich in erfahrbaren Merkmalen aus: Kleidung, Ausdrucksweise (Jargon), Architektur und Verhalten sind nach innen wie außen gerichtete Zeichen einer Kultur. Sichtbare Zeichen ermöglichen das gegenseitige Erkennen von Gruppen-Mitgliedern und die Abgrenzung gegenüber anderen Gruppen bzw. Nicht-Mitgliedern. Ein einfaches Beispiel für sichtbare Zeichen sind Uniformen. Gleiche Uniform symbolisiert Zugehörigkeit zur Gruppe, eine ungleiche Uniform schließt den Träger aus der Gruppe aus. Die Zeichen sind jedoch lediglich der äußere Ausdruck gemeinsamer Werte und Normen die die Ziele, Handlungsweisen und Verhaltensleitbilder der Gruppe bestimmen (Belz, Müllner, Zupancic; Spitzenleistungen). Kulturen überlagern und beeinflussen einander gegenseitig. Die Kultur internationaler Unternehmen kann über Landesgrenzen hinweg wirksam werden und sogar die Landeskulturen überlagern. Die Unternehmens-Kultur wird von Umkulturen beeinflusst und setzt sich aus Sub-Kulturen zusammen.

Eine starke Unternehmens-Kultur bei schwachen Sub-Kulturen kann die Weiterentwicklung der Unternehmens-Kultur aufgrund fehlender innerer Auseinandersetzung verhindern. Als Folge kann die Unternehmens-Kultur erstarren und im Laufe der Zeit das Unternehmen von seiner Umwelt entfremden.

Eine schwache Unternehmens-Kultur bei starken Sub-Kulturen birgt dagegen die Gefahr des Auseinanderbrechens der Organisation.

Die Balance zwischen den Sub-Kulturen die im Wettstreit eine starke Unternehmens-Kultur befruchten, ist die beste Voraussetzung für eine Weiterentwicklung der Unternehmens-Kultur und ihre erfolgreiche Anpassung an die Umwelt des Unternehmens. So kann u.a. die Rotation von Trägern unterschiedlicher Norm- und Wertstrukturen die Unternehmens-Kultur stabilisieren (Bleicher, Organi-sation).