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Die Abkürzung KMU steht für kleine und mittlere Unternehmen. Nach einer aktuellen Studie des Instituts für Mittelstandsförderung Bonn aus dem Jahr 2010 zählen über 99% aller in Deutschland angemeldeten Unternehmen zu den KMU.4
Diese überwältigende Zahl drängt die Frage nach der Begriffsdefinition auf. Am häufigsten findet sich in der Literatur eine Definition nach der Unternehmensgröße, also rein quantitativen Merkmalen wieder. Neben der Unternehmensgröße gibt es aber auch qualitative Kriterien die in die Betrachtung mit einbezogen werden müssen.5
Synonym hierfür ist der Begriff „wirtschaftlicher Mittelstand“, der allerdings ausschließlich in der Bundesrepublik Deutschland gebräuchlich ist. In allen übrigen Ländern spricht man von kleinen und mittleren Unternehmen und meint damit in aller Regel einen rein statistisch definierten Teil der Gesamtwirtschaft. Der Begriff „Mittelstand“ deckt diesen statistisch definierbaren Teil Bereich ebenfalls ab, geht aber inhaltlich hierrüber hinaus. Qualitative Determinanten sowie gesellschaftliche und psychologische Aspekte werden damit verbunden. Unter den qualitativen Aspekten ist die enge Verbindung von Unternehmen und Unternehmerin/Unternehmer von herausragender Bedeutung. Idealtypisch dokumentiert durch die Einheit von Eigentum, Leitung, Haftung und Risiko, d.h. der Einheit von wirtschaftlicher Existenz des Unternehmens und seiner Leitung und in der verantwortlichen Mitwirkung der Leitung an allen unternehmenspolitischen relevanten Entscheidungen. Als besonders wichtiges qualitatives Kriterium gilt die völlige oder zumindest weitgehende Konzernunabhängigkeit.6
Im englischsprachigen Raum finden auch die Bezeichnungen SMB für Small and Medium-sized Business und SME für Small and Medium-sized Enterprise Verwendung.
In der vorliegenden Arbeit werden die Begriffe KMU und Mittelstand gleichbedeutend verwendet, da diese erweiterte Definition aus qualitativen und quantitativen Merkmalen die Unternehmen am besten definiert.
Weder KMU noch Mittelstand sind als Begriffe in der Literatur einheitlich definiert, allerdings besteht doch eine größere Übereinstimmung bei den quantitativen Merkmalen. Nachfolgend werden die gängigsten Definitionen aufgeführt und um qualitative Merkmale ergänzt.
4 Vgl. (o.V. www.ifm - bonn.org/index.php?id=99), S. 1.
5 Vgl. (Mugler, Josef, 1995), S. 17f.
6 Vgl. (Günterberg, Wolter, http://www.ifm - bonn.org/assets/documents/IfM-Materialien-157.pdf), S. 1ff.