Rufen Sie uns einfach an, und wir beraten Sie gerne zu unserem Seminar- und Studienangebot.
Unsere Ansprechpartner:
Michael Rabbat, Dipl.-Kfm.
MBA Chief Operating Officer
Claudia Hardmeier
Kunden-Center
Studienbetreuung
Würde man nur den technischen und psychologischen Ansatz von Change Management betrachten und verfolgen, hätten Unternehmen technisch ausgefeilte Lösungen bzw. Prozesse und zufriedene und motivierte Mitarbeiter. Der Sinn und Zweck der Unternehmung und dessen Ziele blieben dabei unberücksichtigt. Daher bedarf es eines weiteren Ansatzes, der Change Management als Mittel der Organisationsentwicklung unter Berücksichtigung aller Aspekte versteht. Aus den vielen unterschiedlichen Ansätzen die es hierzu in der Literatur gibt wird exemplarisch der Ansatz von Stolzenberg und Heberle aufgezeigt:
Arbeit in Organisationen unterliegt einem ständigen Wandel, weil sich Organisationen selbst laufenden verändern müssen. Die Auslöser für den Wandel sind meist veränderte Rahmenbedingungen, globalisierte Märkte mit internationaler Konkurrenz, wirtschaftliche Krisen veränderte Gesetzeslagen oder auch Innovationen. Dabei finden Veränderungen auf mindestens einer der nachfolgenden Ebenen im Unternehmen statt:
Häufig laufen Veränderungen auf allen drei Ebenen zeitgleich ab.
Die fachliche Seite von Veränderungen steht dabei im Vordergrund. Fachleute analysieren Abläufe, Strukturen und Produkte auf Verbesserungsmöglichkeiten. Es werden Zielsetzungen und Lösungen konzipiert, daraus Maßnahmen abgeleitet, welche den Veränderungsprozess einleiten.
Die überfachliche Seite der Veränderung beschreibt die weichen und individuellen Reaktionen, die durch jede Veränderung bei Mitarbeitern und Führungskräften angestoßen werden. Hinter ihr verbergen sich die fachlich nicht plan- und umsetzbaren Erfolgsfaktoren einer Veränderung wie:
Hier setzt Change Management an. Veränderungsmanagement bedeutet die überfachliche Seite der Veränderung professionell zu steuern, gemeint sind die Planung und Durchführung aller Aktivitäten, welche die betroffenen Führungskräfte und Mitarbeiter auf die künftige Situation vorbereiten und ihnen eine optimale Umsetzung der Anforderung ermöglichen.60
Relevanz für ERP-Projekte
Transformationsorientierte Ansätze kommen insbesondere dann zum Tragen, wenn es sich um Systemeinführungen mit starkem Prozessbezug, z.B. im Falle von Enterprise Resource Planning-Systemen, handelt. So hat beispielsweise Davenport den Begriff Enterprise Software-enabled Reengineering geprägt und Robey, Ross, und Boudreau, sprechen von einem sogenannten "Concerted Change Process", um die enge Verzahnung von technischer und strategisch-organisatorischer Veränderung zu betonen. Zahlreiche Studien zeigen, dass sich Ansätze aus beiden Bereichen nicht ausschließen und insbesondere bei transformationsbasierten Ansätzen im Kontext von ERP-Einführungen weiche Faktoren, die in der Organisationsentwicklung stärker zum Tragen kommen, berücksichtigt werden sollten.61
60 Vgl. (Stolzenberg & Heberle, 2009), S. 2ff.
61 Vgl. (Strahringer, http://www.enzyklopaedie-der-wirtschaftsinformatik.de/wi-enzyklopaedie/lexikon/datenwissen/Informationsmanagement/Informationsmanagement --Aufgaben - des/Change - Management/ index.html/?searchterm=changemanagement).