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1.1. Problemstellung

Der Einsatz von ERP-Standardsoftware bei kleinen und mittleren Unternehmen hat stark zugenommen. Die Globalisierung der Märkte, die enger werdende Verflechtung von Abnehmer und Zulieferbeziehungen in Bezug auf den Austausch von Daten, macht dessen Einsatz erforderlich, um im harten Wettbewerb bestehen zu können.

Als weitere Gründe lassen sich die steigende Anforderung Externer an die Bereitstellung von Unternehmensinformationen wie Kreditinstitute im Rahmen von Ratings o-der gesetzliche Anforderungen zur Chargenrückverfolgung nennen.1

ERP-Einführungen greifen dabei tief in die Prozesse und Abläufe eines Unternehmens ein. Die Prozesse und die Unternehmensorganisation müssen der ERP-Lösung angepasst werden. Die tradierten Arbeitsabläufe der Mitarbeiter müssen entlernt und neu erlernt werden. Gerade kleine- und mittelständische Unternehmen, mit knappen und meist durch das Tagesgeschäft ausgelasteten personellen Ressourcen, müssen diese Veränderung schultern.

Etwa 40% der ERP-Einführungsprojekte scheitern und 90% der Projekte werden zu spät oder nur mit Budgetüberschreitung abgeschlossen.2 Zum einen stellt sich die Frage nach den Ursachen und zum anderen wie KMU bei der ERP-Einführung unterstützt werden können, um diesen Ursachen entgegen zu wirken. Mittelständische Unternehmen haben in diesen Zusammenhang spezifische Einflussfaktoren die auf Grund ihrer Größe, Unternehmenskultur und Organisation und den personellen Ressourcen berücksichtigt werden müssen.

Als Projektleiter bei der Innovabee GmbH, einer mittelständischen Unternehmensberatung und Softwarehaus, mit mehrheitlich mittelständischen Kunden habe ich langjährige Erfahrung in der Einführung von ERP-Standardsoftware gesammelt. Im Gegensatz zu ERP-Einführungsprojekten bei großen Unternehmen, mit freigestellter Vollzeitprojektleitung und umfangreichen Ressourcen für Planung, Steuerung, Durchführung sowie einem professionellen Projektcontrolling muss ein KMU dieselben Aufgaben mit weniger Ressourcen und meist keiner Erfahrung im Projektmanagement solch komplexer Projekte bewältigen, denn die funktionalen und prozessualen Veränderungen im Rahmen einer ERP-Einführung sind im Umfang und Anforderung meist eben so komplex wie bei Großunternehmen.

Erschwerend kommt hinzu, dass an den Budgets für die externe Unterstützung, in Form von Beratungsleistungen, auf Grund der hohen Gesamtinvestition in das Projekt ERP gespart wird. Ein weiterer Einfluss auf das Projekt hat die Marktsituation, in der ERP-Projekte abgeschlossen werden. Auf der Anbieterseite von ERP-Systemen stehen den mittelständischen Unternehmen etwa 300 Lösungen zur Auswahl.3

 

1 Vgl. (Brauweiler, 2008), S.115ff.
2 Vgl. (Esser, 2010), S. 1f.
3 Vgl. (Sontow, Treutlein, Sontow, ERP Praxis im Mittelstand), S. 4ff.