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3.2.3 Competence Coaching

Beschreibung

Im Zuge seiner Verantwortung als Personalentwickler hat der Autor auch viele der PE-Methoden mit der systemischen Methodenlandschaft in Zusammenhang gebracht.9 So wurde auch der Themenkreis Personalrecruiting aus systemischer Sicht beleuchtet. In drei Fällen wurde der Autor gebeten, Kunden in der Verfassung eines Kompetenzprofils zu coachen. Aus dieser Anforderung wurde das Competence Coaching entwickelt. Ziel war es, die Kompetenzen, Stärken, Leistungen eines Menschen ansprechend darzustellen und für die Bewerbung für von Unternehmen ausgeschriebene Positionen adäquate Unterlagen zu schaffen. Aus dieser Aufgabenstellung entwickelte der Autor einerseits ein spezielles Setting (Competence Coaching) und weiters ein neues Präsentationsformat (das Kompetenzhäuschen). Im Fokus beider Elemente steht die Hauptausrichtung auf die Stärken des Kunden. Basierend auf den Ideen des „Appreciative Inquiry“ („Wir verstärken das, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten. Energie folgt der Aufmerksamkeit“) 10 werden Schwächen oder Defizite weder im Coaching noch in der Präsentation thematisiert.

Setting

In einem etwa 2-stündigen Coachingsetting wird der Kunde nach seinen Stärken, Kompetenzen und Leistungen befragt. Dies geschieht unter folgenden Rahmenbedingungen bzw. mittels Beibehaltung der beschriebenen methodischen Schritte:

  • der Kunde nennt in einem ersten Schritt jene Personen, die zu seiner Person und seinen Stärken am besten Auskunft geben können;
  • die Namen dieser Personen werden auf leere Blätter geschrieben (in Analogie zu den „Repräsentanten“ oder „Bodenankern“ aus der systemischen Organisationsaufstellung11) und der Kunde
  • stellt sich jeweils auf eines der Namensblätter und beginnt, vom Coach befragt,
  • durch die jeweilige genannte Person über die Stärken des Kunden zu erzählen („zirkulär“).
  • Wenn Eigenschaften genannt werden, fragt der Coach nach Geschichten, die diese Eigenschaften belegen oder erzählen.
  • Der Coach schreibt die Aussagen auf Flipchartpapier mit und hängt alle beschriebenen Blätter vor dem Kunden sichtbar auf.

So wird – erzählt durch die meist 6-8 genannten Personen – ein Kompetenzbild gezeichnet, welches schließlich für die weitere Verwendung in Vorstellungsgesprächen in ein Präsentationsformat – das Kompetenzhäuschen – gebracht wird.

Abbildung 3–1: Kompetenzhäuschen (Quelle: Martin Mayer)

Abbildung 3–1: Kompetenzhäuschen (Quelle: Martin Mayer)

Das Kompetenzhäuschen

Basierend auf den geschilderten Eigenschaften und den zugrunde liegenden Geschichten „baut“ der Kunde sein „Kompetenzhäuschen“ (siehe Abbildung 3-1). Im Mittelpunkt der querformatigen Seite befindet sich ein Porträtfoto des Kunden; auf der Basis von „Werten und Arbeitsprinzipien“ stehen die beiden Säulen „Stärken/Eigenschaften“ und „Fähigkeiten/Kompetenzen“. Das Bild wird durch das „Ziele“-Dach abgeschlossen, in dem die persönlichen Zielsetzungen des Kunden ihre Formulierung finden.

 

9 Kropp (Systemische Personalwirtschaft)
10 Maier/Symbiosis (Appreciative Inquiry)
11 Horn/Brick (Organisationsaufstellung)