Rufen Sie uns einfach an, und wir beraten Sie gerne zu unserem Seminar- und Studienangebot.

Unsere Ansprechpartner:

Michael Rabbat, Dipl.-Kfm.
MBA Chief Operating Officer

Claudia Hardmeier
Kunden-Center
Studienbetreuung

Institute und Kompetenzzentren

Bindeglied zu einer Vielzahl an
Unternehmen und Organisationen

Erfahren Sie mehr ...

Forschung

Was Management-Forschung wirklich
leisten kann

Erfahren Sie mehr ...

Alumni

Wissenstransfer und
Erfahrungsaustausch

Erfahren Sie mehr ...

Referenzen

Feedback und
Teilnehmerstimmen

Erfahren Sie mehr ...

News

SGBS aktuell:
Wissen und
Anwendung

Erfahren Sie mehr ...

Klimaneutrale Seminare

Auf dem Weg zu
klimaneutralen Seminaren.

Erfahren Sie mehr ...

Juan Diego Flórez Association

Mit musikalischer Bildung
gegen Armut:

Erfahren Sie mehr ...

5.3 Nutzen

„Da es innerhalb von Organisationen zum einen keine privilegierten Beobachter gibt, die Zugang zu allen möglicherweise relevanten Informationen haben, und zum zweiten die so genannten Persönlichkeitsmerkmale von Individuen als Methoden des Komplexitätsmanagements zu betrachten sind, welche mit der Gefahr, schrecklich zu vereinfachen, verbunden sind, ergibt sich der Aufbau spezifischer Mehrpersonensysteme als Möglichkeit, interne Über- oder Unterkomplexität zu verhindern. Dabei erscheint es nützlich, die äußere Komplexität intern repräsentieren zu lassen (etwa durch eine Reihe Advocati Diaboli) und Auseinandersetzungen und Konflikte zwischen den Vertretern unterschiedlicher Sichtweisen zu organisieren. Eine Kommunikation, in der die unterschiedlichen persönlichen „Persönlichkeitsmerkmale“ sich gegenseitig neutralisieren können, führt mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit zu intelligenteren Ergebnissen als individuelle Entscheidungen. Obwohl solch eine Form der interpersonellen Intelligenz auch spontan entstehen kann, ist es eine der zentralen Aufgaben von Führung, sie bewusst herbeizuführen.“29

Fritz Simon erklärt hier treffend die Vorteile eines solchen interdisziplinären bzw. heterogenen Gruppe, die unter einer entsprechenden Anleitung („Führung“) Managementaufgaben wahrnimmt. Im gegenständlichen Fall wurden die unterschiedlichen Kompetenzen des Strategieteams genützt, um in kurzer Zeit Varianten zu erarbeiten, zu diskutieren und zu reflektieren. In der Praxis hatte der Manager (Vorstandsdirektor) oft schon für sich strategische Varianten durchgespielt und wollte diese durch das Team reflektieren. Dabei wurden nicht selten weitere Optionen und neue Lösungswege gefunden. Die durch die Beteiligten repräsentierte Kompetenzbreite garantierte einerseits innovative Ideen, aber auch die Anschlussfähigkeit der erdachten Lösungen. Als „Nebenprodukt“ fanden sich oft Vorschläge und neue Zugänge, die nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit den
unternehmerischen Herausforderungen standen.

Die Erfahrungen mit dem „Spielplatz“ der ÖBB Bau AG sollen mit einem Zitat Fritz Simons zusammengefasst werden: „Was zu tun sein wird (Aktionen), kann keiner vorhersagen. Aber dass diesen Personen etwas einfallen wird, ist wahrscheinlich.“30

Das Ende des „Spielplatzes“ erfolgte bedingt durch die Tragik des Lebens: der „Leader“ und Vorstandsdirektor erkrankte plötzlich und schwer und verstarb im Februar 2006. Die erarbeiteten Ideen und Lösungen wurden teils umgesetzt, teils überarbeitet, teils verworfen. Der (Team)Geist des „Spielplatzes“ wird noch viele Jahre überdauern.

 

29 Simon (Gemeinsam sind wir blöd) 182
30 Simon (Gemeinsam sind wir blöd) 191