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Nach der einschneidenden Neustrukturierung der gesamten Österreichischen Bundesbahnen und der Gründung der ÖBB-Holding AG und der ÖBB-Infrastruktur Bau AG als Tochtergesellschaft beauftragte einer der Vorstände die Untersuchung der ÖBB Bau AG mit Hilfe des Sensitivitätsmodells. Es sollten vor allem die komplexe Systemlandschaft begreifbar visualisiert und die wichtigsten Einflussgrößen herausgearbeitet werden. Im ersten Schritt erstellte die aus wenigen engen Mitarbeitern des Vorstandes gebildete Strategiegruppe (siehe Kapitel 5 „Strategische Kommunikationsarchitektur“) gemeinsam einen ersten Entwurf eines Systembilds, das in mehreren Schritten finalisiert wurde (siehe Abb. 4-2). Die endgültige Visualisierung diente lange als Anschauungsmaterial für Nichtkenner der ÖBB Bau AG und als Schnelleinstieg in das Verständnis der inneren Wirkungszusammenhänge der Gesellschaft und deren Schnittstellen zu Meta- und Subsystemen.

Abbildung 4–2: Systembild der ÖBB-Infrastruktur Bau AG (Stand 2004) (Quelle: Karl Paukner/ÖBB Bau AG)
Der zweite Schritt bestand in der Erarbeitung und Beschreibung der wichtigsten „Stellhebel“ (Variablen) der ÖBB Bau AG. Es wurden 34 systemrelevante Einflussgrößen gefunden und beschrieben, darunter „harte Fakten“ wie Höhe der Pachteinnahmen und Finanzierung/Budget, aber auch „weiche“ Variablen wie Stärke des politischen Einflusses und Grad der Haftung der Bau AG.
Der Vesterprozess wurde an dieser Stelle abgebrochen; die gewonnenen Erkenntnisse dienten jedoch als wertvolle Grundlage, um erste strategische Überlegungen zu treffen, Maßnahmen zu formulieren und zur Umsetzung zu bringen.