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8.1 Beschreibung

Für die Durchführung fundierter Strategieprozesse und die dafür nötigen Methoden steht eine Vielzahl an Konzepten und Modellen zur Verfügung. Darunter sind immer noch einseitige, lineare Ursache-Wirkungsbetrachtungen anzutreffen; sie sind jedoch veraltet und bilden die Realität von Unternehmen schlecht bis gar nicht ab. Basierend auf den Erkenntnissen der Systemwissenschaften stellen sich Konzepte wie das St. Galler Management-Modell die Aufgabe, Unternehmen ganzheitlich als vernetzte und somit hochkomplexe Systeme zu betrachten und nicht als „triviale Maschinen“, die man mit wenigen „Handgriffen“ leicht steuern kann.43

Handlungsoptionen im Bereich Finanzen werden vervollständigt durch solche in den Dimensionen Prozesse, Kunden, Mitarbeiter, Technologie und mehr. Sogenannte „harte“ (quantitative) Einflussfaktoren werden durch „weiche“ (qualitative) ergänzt und mit Hilfe entsprechender Methoden in Beziehung gesetzt und ihre gegenseitige Wirkung überprüft. Beispiele hierfür sind die Balanced Scorecard nach Kaplan/Norton als Strategieentwicklungs- und Controlling-Tool44 und das Sensitivitätsmodell nach Prof. Vester® zur vernetzten Darstellung, zur Erfassung von Einflussfaktoren und Wirkungszusammenhängen und zur Durchführung von Szenarien und Policy Tests (siehe Kapitel 4 „Sensitivitätsmodell nach Prof. Frederic Vester®“).

Aus der Fülle an Modellen, Konzepten und Methoden die für den jeweiligen Beziehungskontext „richtigen“ auszuwählen, stellt die Herausforderung an Management und vor allem (interne wie externe) Berater dar. In den nachfolgenden Fallbeschreibungen wurden Modelle und Methoden nach ausführlicher Klärung der Rahmenbedingungen ausgewählt und für das jeweilige System im jeweiligen Auftragskontext „maßgeschneidert“.

 

43 Förster (Wissen und Gewissen) 206f
44 Kaplan/Norton (Strategiefokussierte Organisation)