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4.2.4 ÖBB-Infrastruktur Bau AG – Fall 2

Im Frühjahr 2007 beschloss der Vorstand der ÖBB Bau AG nach einigen gravierenden strukturellen und personellen Änderungen, den Strategieprozess in Form eines Unternehmensprojekts mit neuem Schwung zu versehen. Der beauftragte Projektleiter schlug als ersten Analyseschritt auf Gesellschaftsebene eine Untersuchung mit dem Sensitivitätsmodell nach Prof. Vester® vor. (Zum Projektkontext siehe Kapitel 8.2.1 „Strategieprozess der ÖBB Bau AG“.) Da die Erkenntnisse aus dem ersten Vester-Prozess auf Ebene der gesamten ÖBB Bau AG nur mehr bedingt auf die neuen Rahmenbedingungen anzuwenden waren, fiel die
Entscheidung zugunsten einer komplett neuen Systemanalyse.

In einem ersten intensiven Workshop mit den beiden Vorständen und dem Projektkernteam wurden aus vorformulierten Hypothesen des Beraterteams, die Einflüsse auf und Wirkungen im zu untersuchenden Unternehmenssystem thematisierten, eine ausführliche verbale Systembeschreibung entwickelt (Stufe 1 des SMV). Diese Beschreibung diente als Basis für den 2. Schritt: die Entwicklung und Beschreibung der Systemvariablen. Im Vergleich zur ersten Vester-Analyse der ÖBB Bau AG drei Jahre zuvor (Variablenzahl: 34) wurden nun mit 17 Einflussgrößen lediglich halb so viele als systemrelevant definiert. (Siehe Aufstellung in Tabelle 4.1) Wieder wurden neben hochwichtigen harten Systemfakten (siehe die Variablen 1, 9 und 13) einige systemrelevante „weiche“ Einflussfaktoren identifiziert.

Variablenname Invest-, Afa- und Cash Flow-Intensität des Rahmenplans
Qualität des Investitionsplans aller sonstigen Investitionen
Zielorientiertes Personalmanagement
Freiheit der Geschäftstätigkeit
Abgestimmtheit der Führung
Klarheit in der Geschäftslogik
Zustand der Anlagen
Adäquate Personalressourcen
Innenfinanzierungskraft
Mitarbeitermotivation
Entwicklungsstand des Vertrauens
Wahrnehmungsgrad der Anlagenverantwortung
Verschuldungsgrad
Ausmaß der Gebarungstransparenz
Klarheit in den Zielen
Stabilität der Struktur
Kraft des Managements

Tabelle 4–1: Variablenliste der ÖBB Bau AG (Sensitivitätsmodell nach Prof. Vester®) (Quelle: Karl Paukner)

In der Folge wurden alle Variablen ausführlich schriftlich beschrieben und in einem dritten Analyseschritt auf deren gegenseitige Einflussnahme untersucht (Einflussmatrix des SMV). An dieser Stelle wurde der Vester-Prozess aus Mangel an zeitlicher Ressource des Projektkernteams abgebrochen. Die gewonnenen Erkenntnisse dienten aber in den weiteren Phasen des Strategieprojekts als wichtiges Fundament.