Rufen Sie uns einfach an, und wir beraten Sie gerne zu unserem Seminar- und Studienangebot.
Unsere Ansprechpartner:
Michael Rabbat, Dipl.-Kfm.
MBA Chief Operating Officer
Claudia Hardmeier
Kunden-Center
Studienbetreuung
Ein Projektteam des GB Gebäudemanagement der ÖBB Bau AG begann im November 2004 mit der Untersuchung des Unternehmenssystems. Die mit dem SMV-Tool geplante Workshopserie sollte die Basis für weitere strategische Analysen und Überlegungen sein (siehe Abschnitt 8.2.2). Schon im ersten Workshop zeichnete sich die Komplexität dieses Bereichs ab: im Zuge eines intensiven Brainstormings beschrieben die Beteiligten ihr System mit unglaublichen 512 Begriffen in nur 90 Minuten. In weiterer Folge wurden diese Begriffe geclustert und Lebensbereichen zugeordnet.

Abbildung 4–3: Systembild des GB Gebäudemanagement der ÖBB Bau AG (Quelle: Karl Paukner/ÖBB Bau AG)
Dann erstellten die Projektteammitglieder ein Systembild, das vor allem auf Zusammenhänge und Abhängigkeiten Augenmerk legte (siehe Abbildung 4-3).
In der Einflussmatrix (4. Schritt) stellten die Workshopteilnehmer in 3 Kleingruppen alle vorhandenen Variablen gegenseitig in Beziehung. Die so entstandenen 3 Matrizen wurden verglichen und intensiv diskutiert, bis eine Konsenslösung gefunden war. Daraus ergab sich die Rollenverteilung (5. Schritt), die erneut interessante Aussagen über die Rolle der einzelnen Variablen und deren Wirkung im Gesamtsystem zuließ.
Im 6. Schritt des SMV-Modells, dem Wirkungsgefüge (Abbildung 4-4), wurden alle aktiv wirkenden Einflussgrößen in Regelkreisen in Beziehung gestellt und diese Beziehungen diskutiert.

Abbildung 4–4: Wirkungsgefüge des GB Gebäudemanagement der ÖBB Bau AG (Quelle: Karl Paukner/ÖBB Bau AG)
Die Durchführung der noch ausstehenden 3 Modellstufen (die Untersuchung von Teilszenarien, das Durchführen von Simulationen und Policy-Tests bzw. die Beurteilung des Systems nach den biokybernetischen Regeln) war ursprünglich auch geplant, wurde aber auf Grund wechselnder Rahmenbedingungen zeitlich ausgesetzt und schlussendlich aufgegeben (siehe Kapitel 9 „Herausforderungen“). Obwohl der geschilderte Prozess nicht alle geplanten Schritte durchlief, bildeten die erarbeiteten Inhalte eine ungemein wichtige Basis für die weitere strategische Entwicklung des betroffenen Geschäftsbereichs.