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5.2 Anwendung: „Spielplatz“

Schon in vorangehenden Abschnitten dieser Arbeit wurde auf den grundlegenden Umbau des ÖBB Konzerns auf Grund des Bundesbahnstrukturgesetzes 2003 Bezug genommen. Eine der wesentlichen Vorgaben des Bundes als Eigentümer der ÖBB war die Gründung von vier Aktiengesellschaften (siehe Organigramm der Gründungsphase 2005 in Abbildung 5-1). Unter Berücksichtigung EU-rechtlicher Vorgaben (Maastricht-Kriterien) wurde die ÖBB-Infrastruktur Bau AG mit dem gesamten Anlagevermögen des Konzerns ausgestattet.

Abbildung 5–1: Organigramm der ÖBB-Holding AG 2005 (Quelle: ÖBB-Holding AG/Karl Paukner)

Abbildung 5–1: Organigramm der ÖBB-Holding AG 2005 (Quelle: ÖBB-Holding AG/Karl Paukner)

Daher wurden einerseits alle drei in Österreich bestehenden Errichtungsgesellschaften von Eisenbahninfrastrukturanlagen in die ÖBB Bau AG integriert° und weiters alle Konzern-Geschäftsbereiche, die über Anlagevermögen verfügten, dieser neu gegründeten Gesellschaft zugeordnet.27

Diese gesetzlich vorgegebenen Schritte ergaben eine heterogene Anfangsstruktur der ÖBB Bau AG, welche es in dieser Zusammensetzung in der Geschichte der Eisenbahn in Österreich bisher nicht gegeben hatte, und die eine Neu-, oder besser Erstformulierung einer Strategie bedingte.

Demzufolge beschloss einer der designierten Vorstandsdirektoren bereits in der Vorbereitungsphase der ÖBB Bau AG (vor der nominellen Gründung), für die Aufbereitung strategischer Fragestellungen und zur Reflexion strategischer Überlegungen ein Strategieteam ins Leben zu rufen. Er wählte die Mitglieder dieses Teams selbst aus. Zu den Auswahlkriterien und Teamregeln kann retrospektiv folgendes bemerkt werden:

  • alle Teammitglieder waren interne Mitarbeiter der ÖBB Bau AG;
  • das Team bestand neben dem Leiter (=Vorstandsdirektor) aus 6 Personen – 2 Damen und 4 Herren;
  • nicht alle Teammitglieder hatten eine Ausbildung bzw. Erfahrung im strategischen Management;
  • die Teammitglieder stammten aus unterschiedlichen Hierarchiestufen;
  • die Teammitglieder hatten unterschiedliche Bildungswege beschritten und deckten unterschiedliche Fachgebiet ab;
  • sie waren unterschiedlichen Alters (von ca. 25 bis etwa 49 Jahre alt);
  • im Team wurde Gleichberechtigung und offener Meinungsaustausch vereinbart und auch gepflegt;
  • die Beteiligten kannten einander schon mehrere Monate bis Jahre und hatten in unterschiedlichen Kontexten und Teams bereits zusammengearbeitet;
  • das Team traf sich anfangs nach Bedarf; später ein Mal wöchentlich oder noch öfter.

Der Name für die Strategieplattform des Teams – „Spielplatz“ – wurde dem Romantitel eines Buchs von Michael Köhlmeier entlehnt, in welchem der Autor die Durchquerung Grönlands durch drei befreundete Männer beschreibt.28 Die darin geschilderte Teamentwicklung zwischen den drei Abenteurern während der großen Herausforderung diente als Metapher für das Strategieteam der ÖBB Bau AG.

 

° Bei den drei Errichtungsgesellschaften handelte es sich um den Bereich Planung & Engineering der ÖBB, die Hochleistungsstrecken-AG (HL-AG) und die Brenner Eisenbahn Gesellschaft (BEG).
27 Bundesbahnstrukturgesetz 2003, § 29-34
28 Köhlmeier (Spielplatz der Helden)