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4.2.3 Geschäftsbereich Anlagen- und Investitionsmanagement der ÖBB-Infrastruktur Bau AG

Die dritte kybernetische Systemuntersuchung mit dem SMV im Zuge der strategischen Neuausrichtung der ÖBB Bau AG befasste sich mit dem GB Anlagen und Investitionsmanagement. Als zweiter wichtiger Geschäftsbereich im Ressort Anlagenmanagement der ÖBB Bau AG war (und ist) der Bereich mit der Steuerung der Investitionsmittel der Neu- und Ausbauvorhaben der österreichischen Eisenbahninfrastruktur befasst (Investitionsvolumen 2009: 2.244,4 Mio. EURO!). Der Umfang der Untersuchung mittels des Sensitivitätsmodells nach Prof. Vester® war parallel zum Prozess im GB Gebäudemanagement geplant. Daher wurden mit den verantwortlichen Führungskräften des Bereichs die gleichen Schritte in mehreren Workshops erarbeitet.

Im Detail ergab sich ein komplexes Systembild (siehe Abbildung 4-5), aus dem 19 Einflussgrößen isoliert wurden (siehe Darstellung in der Rollenverteilung, Abbildung 4-6). Diese Systemvariablen wurden analog zum Prozess im GB Gebäudemanagement in einer mehrstufigen Workshop-Serie bis zum Wirkungsgefüge analysiert und verarbeitet.

Folgende grundsätzliche Aussagen über die Kybernetik bzw. Beeinflussbarkeit des Systems konnten abgeleitet werden:

  • das System AIM ist grundsätzlich starr und stark puffernd, es besitzt daher eine erhebliche Stabilität gegen Einflüsse von innen und außen;
  • es finden sich keine kritischen Variablen, die Unruhe ins System bringen könnten;
  • obwohl als stärkste Stellhebel die Variablen Qualität des Managements, Klarheit Erhaltung vs. Investition und Einfluss der Politik identifiziert wurden, stellen diese keine wirksamen Stellhebel dar, mit denen man Dynamik ins System bringen könnte;

    Abbildung 4–5: Systembild des GB Anlagen- und Investitionsmanagement der ÖBB Bau AG (Quelle: Karl Paukner/ÖBB Bau AG)

    Abbildung 4–5: Systembild des GB Anlagen- und Investitionsmanagement der ÖBB Bau AG (Quelle: Karl Paukner/ÖBB Bau AG)

  • das Verhältnis zwischen Aktivität und Passivität ist ausgewogen.

Die Erkenntnisse aus den Workshops mit dem SMV dienten dem Geschäftsbereichsleiter und den beteiligten Führungskräften als Grundlage für weitere strategische Überlegungen bzw. der zielgerichteten Ableitung von Maßnahmen und der Zuteilung entsprechender Ressourcen.

Abbildung 4–6: Rollenverteilung des GB Anlagen- und Investitionsmanagement der ÖBB Bau AG ∗ (Quelle: Fabian Ringler/ÖBB Bau AG)

Abbildung 4–6: Rollenverteilung des GB Anlagen- und Investitionsmanagement der ÖBB Bau AG ∗ (Quelle: Fabian Ringler/ÖBB Bau AG)

 

∗ Anmerkung: Variable 3 Qualität der Kommunikation liegt an derselben Position wie Variable 11 Klarheit der
Kompetenzen und liegt daher auf der Grafik nicht sichtbar genau hinter der Variablen 11. Beide Variablen nehmen
dieselbe kybernetische Rolle im System ein.