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6.1.1 Beschreibung

Vor etwa 15 Jahren wurde begonnen, das Mitarbeitergespräch (MAG) als zentrales Element der Personalentwicklung Schritt für Schritt im gesamten Konzern der ÖBB zu etablieren. Mit den Personalvertretungen wurde eine sog. Betriebsvereinbarung erarbeitet und in den verschiedenen Qualitätsmanagement- oder Dokumentenmanagementsystemen wurden die entsprechenden Musterblätter zur Hilfestellung bei der Durchführung und zur Dokumentation der MAG zur Verfügung gestellt. Begleitend wurde ein intensives Programm zur Schulung der Führungskräfte in der professionellen Durchführung begonnen. So schien Anfang des laufenden Jahrzehnts das MAG in den ÖBB gut etabliert.

Abbildung 6–1: Konzeptdesign „Wertschätzendes Fördergespräch“ (Quelle: Karl Paukner)

Abbildung 6–1: Konzeptdesign „Wertschätzendes Fördergespräch“ (Quelle: Karl Paukner)

Im Laufe einer in einem Geschäftsbereich der ÖBB Bau AG durchgeführten Evaluierung zeigten sich aber zumindest starke Unterschiede in der Umsetzungsbereitschaft und im Durchführungsgrad. Während manche Führungskräfte dieses Tool regelmäßig und in für beide Gesprächsseiten zufriedenstellender Qualität anwandten, hatten andere Verantwortliche mit ihren Mitarbeitern noch gar nicht mit der Umsetzung begonnen. Auch waren auf Grund vielfach wechselnder Rahmenbedingungen die Themenschwerpunkte oft nicht klar. Ziele konnten häufig nicht vereinbart werden, und bei manchen Führungskräften schien der Fokus eher auf der Diskussion über die Schwächen und Defizite der betreffenden Personen zu liegen. Damit war der Verzicht auf das MAG manchmal von beiden Seiten gerne gewollt.

In einer solchen Phase diskutierte die Leiterin des Geschäftsbereichs Gebäudemanagement der ÖBB Bau AG mit dem Verantwortlichen für die Personalentwicklung die Herausforderungen in der Durchführung sinnvoller Mitarbeitergespräche. Der Autor legte in dieser Funktion im Oktober 2005 ein Konzeptdesign für die Etablierung von fokussierten Einzelmeetings mit allen Bereichs- und Stabsleitern des GB vor (siehe MindMap-Darstellung in Abbildung 6-1). Basierend auf den Grundlagen des „Appreciative Inquiry“31 32 wurde ein wertschätzendes Setting vereinbart und ein Katalog ebensolcher Fragen entworfen, der als Gesprächsbasis dienen sollte (siehe MindMap-Darstellung in Abbildung 6-2).

Abbildung 6–2: Vorbereitungs- bzw. Besprechungsfragen zum „Wertschätzenden Fördergespräch“ (Quelle: Karl Paukner)

Abbildung 6–2: Vorbereitungs- bzw. Besprechungsfragen zum „Wertschätzenden Fördergespräch“ (Quelle: Karl Paukner)

Außerdem wurde ein Moderator vorgesehen, der für die Einhaltung der vereinbarten „Spielregeln“ sorgen und durch seine Anwesenheit den Stellenwert des „Handels mit Wertschätzung und Aufmerksamkeit“ noch verstärken sollte.33 Die Entscheidung über die Anwesenheit des Moderators sollte aber bei den jeweiligen Gesprächspartnern liegen.

 

31 Cooperrider (Appreciative Inquiry) 8
32 Graf (Lösungsfocussiertes MAG)
33 Franck (Aufmerksamkeit) 73ff