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Einleitung

„Unsere Welt befindet sich in einem starken Fluss der Veränderung, und wir können uns von den vielfältigen Entwicklungen, die uns alle berühren, nicht frei machen. Dies betrifft in besonderem Maße Führungskräfte, die für soziale Systeme mit ökonomischen Zielen im Ganzen wie in ihren Teilen Verantwortung tragen. Gesellschaftlicher, ökonomischer und technologischer Wandel muss durch sie erkannt, verkraftet und im Miteinander in zukunftsweisende Aktionskurse umgesetzt werden, die nicht nur das Überleben, sondern auch die Entwicklungsfähigkeit einer Unternehmung sichern.“1

Dieses Zitat von Prof. Knut Bleicher weist auf die wesentlichen Herausforderungen im modernen Management hin: eine äußerst komplexe und überdies enorm dynamische Problemlandschaft, die nicht mehr mit einem bislang erfolgreich gewesenen analytischen Denken allein lösbar ist. Daher wurde in den vergangenen 3-4 Jahrzehnten intensiv nach Modellen und Methoden gesucht, um diesen Herausforderungen gerecht zu werden. Ludwig von Bertalanffy, Norbert Wiener, Heinz v. Förster und andere innovative Denker legten mit Überlegungen zu Kybernetik und Konstruktivismus die wissenschaftliche Basis zur Ableitung ganzheitlicher bzw. vernetzter Sichtweisen. Weitere Meilensteine, wie etwa Niklas Luhmanns Arbeiten zur Beschreibung der Systemtheorie, erweiterten das Spektrum der Erkenntnisse, welche Schritt für Schritt Berücksichtigung in immer mehr wissenschaftlichen Disziplinen fanden (und finden). So wurde die Systemtheorie bzw. die Kybernetik mittlerweile zur Basiswissenschaft der allgemeinen Managementlehre und bildet die Grundlage für verschiedene Lehrmodelle. Im deutschen Sprachraum wurde ein solches Lehrmodell auf der Grundlage von Systemtheorie und Kybernetik an der Universität St. Gallen unter der Bezeichnung Systemorientierte Managementlehre begründet, aus der mittlerweile erprobte und bewährte Praxiskonzepte und -modelle abgeleitet wurden.2

Die Systemtheorie bzw. darauf stützende Handlungsmaxime und Lehrmodelle haben aber auch (und vor allem) im therapeutischen Kontext sehr früh Berücksichtigung erfahren. Beginnend mit der Familientherapie wurde das Spektrum systemischer Anwendungen laufend erweitert: systemische Beratung, systemisches Coaching und systemische Organisationsaufstellung seien stellvertretend erwähnt. Dieser laufend wachsende systemische Methodenkoffer liefert uns Hilfestellungen für eine der großen Herausforderungen im Managementalltag: die operative Umsetzung von theoretischen Denk- und Lehrmodellen in die Praxis.

Die Grundidee bzw. Grundhypothese des Autors ist, dass systemische (kybernetische) Denk- oder Lehrmodelle zwingend systemische Methoden benötigen, um sie erfolgreich(er) operativ in der Praxis anwenden bzw. umsetzen zu können.

Das Ziel der gegenständlichen Arbeit ist daher, den Einsatz systemischer Methoden im Wechselspiel zwischen ganzheitlichen Managementmodellen und der erfolgreichen Anwendung im Managementalltag zu beschreiben. Dazu wurden vom Autor nur selbst erlebte Anwendungsbeispiele gewählt. In den meisten Fällen zeichnete der Autor für die Fallbeispiele verantwortlich und führte diese auch selbst durch. Nicht alle beschriebenen Beispiele wurden im direkten strategischen Kontext angewandt. Die gegenständlichen systemischen Methoden sind aber unabhängig vom Metaprozess, denen sie unter- bzw. zugeordnet sind, in allen Ebenen des Managements (normativ, strategisch und operativ) anwendbar. (Siehe auch Abschnitt 1.2 „Begriffsbestimmung – Systeme, systemisch“ und Kapitel 2 „Warum systemische Methoden?“.)

Die Kapitel 3 bis 8 sind nach den unterschiedlichen Möglichkeiten des systemischen Methodenkreises strukturiert. Die Kapitel beginnen jeweils mit einer theoretischen Beschreibung der Methodik, darauf folgt die Schilderung einer oder mehrer Anwendungsfälle. Jedes Kapitel schließt mit dem Versuch der Ableitung bzw. Beschreibung eines Nutzens der Methode, wobei diese Beschreibungen als individuelle und somit subjektive Wahrnehmungen des Autors oder am Prozess beteiligter Personen zu verstehen sind.

Kapitel 8 zeigt drei Fallbeispiele für umfangreichere, mehr oder weniger abgeschlossene Strategieprozesse, die mit einem Set an systemischen Methoden gestaltet bzw. begleitet wurden.

Die Kapitel 9 und 10 befassen sich mit einer zusammenfassenden Darstellung der erlebten Herausforderungen und möglichen Lösungsansätzen.

Kapitel 11 bildet den Ausklang der vorliegenden Arbeit mit einer kurzen Beleuchtung einiger wichtiger theoretischer Gedanken zu systemischer Beratung.

 

1 Bleicher (Management) 32
2 Schwaninger (Systemtheorie) 4f