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Der Versuch, an dieser Stelle eine einheitliche, allgemeingültige und somit „richtige“ Definition für Systeme oder systemisches Denken anzubieten, wäre aus Sicht des Autors kein idealer Ansatz und würde dem „Wesen“ der Systemik und der dieser zugrunde liegenden konstruktivistischen Haltung widersprechen. Außerdem findet sich in den vielen Definitionsversuchen eine derartige Fülle an einzelnen Aspekten, dass eine einigermaßen vollständige Auflistung aller Details den Rahmen dieser Arbeit bei weitem sprengen würde. Es geht vielmehr um eine „brauchbare“ Beschreibung im Sinne einer für den Leser verständlichen Erklärung dessen, was in den beschriebenen Methoden „anders“ gemacht wurde.
Nachfolgend daher „pars pro toto“ eine Definition nach dem Heidelberger Zentrum für systemische Forschung und Beratung:3
Systeme sind Konstruktionen von Beobachtern (Menschen), die auf der Grundlage von Interessen und Zielen das bestimmen und von der Umwelt abgrenzen, was als System bezeichnet wird.
Systemtheorie ist eine Theorie über Theorien, eine Theorie darüber, wie Theorien Beobachtungen erzeugen und diese beschreiben. Systemtheorie ist keine Gegenstandstheorie, sondern eine „Meta-Theorie“, die es erlaubt, die Zieldienlichkeit unterschiedlicher Beschreibungen bezüglich ihrer Interventionsmöglichkeiten abzuschätzen.
Systemisches Denken gibt Antworten auf folgende Erfahrungen:
Aus den obigen Beschreibungen ergeben sich folgende Eigenschaften von Systemen:
Daraus formulieren sich folgende Grundannahmen systemischen Denkens und Handelns und damit auch der systemischen Beratung im Management-Kontext:
In diesem definitionstheoretischen Kontext bewegen sich Methoden der Beratung und Prozessbegleitung, wie sie im Detail ab Kapitel 3 beschrieben werden. Jede einzelne Methode wird für sich genauer dargestellt werden; die prinzipiellen Grundlagen liegen aber jeweils in den o.a. Annahmen.
3 Fischer/Gester (Systemisches Denken) 2f