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Die ersten Sozialfirmen entstanden während der Rezession (erhöhte Arbeitslosenzahlen) ca. Mitte der 70er Jahre. 1 Im speziellen waren Menschen mit eingeschränkter Leistungsfähigkeit (psychisch und physisch) von der Rezession besonders betroffen. Dazumal wurden diese Firmen Selbsthilfefirmen genannt. Es entstanden Naturkostläden, Bäckereien, Cafes, Büroservice sowie industrielle Betriebe. Der Grundgedanke ist die weitgehende Gleichstellung von Behinderten und Nicht-Behinderten. Sie verfolgen eine doppelte Zielsetzung. Eine wirtschaftliche, aber auch eine soziale. Diese Betriebe orientierten sich am allgemeinen Arbeitsmarkt. Die Ziele der Gleichstellung (Rechte und Pflichten, Lohn, Aufstiegsmöglichkeiten etc.) mussten jedoch bald revidiert werden. Für viele war es eine Überforderung, so dass in den meisten Betrieben eine Leitungsstruktur mit klaren Verantwortlichkeiten eingerichtet wurde, welche mehrheitlich von Nicht-Behinderten wahrgenommen wurde. In der Schweiz gibt es eigentliche Sozialfirmen wegen der Gesetzeslage noch nicht. Es gibt jedoch einige Arbeitsprojekte und Firmen, welche Sozialfirmen oder Integrationsbetriebe errichtet haben, welche vor allem für Menschen mit geistigen oder körperlichen Behinderungen sind.