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1.4 Zielkonflikt „Unternehmerischer Erfolg“

Ein Unternehmen kann vereinfacht als ein marktgerichtetes, produktives und soziales System charakterisiert werden. Unternehmerischer Erfolg bedeutet in der Wirtschaft einen Beitrag zur Steigerung der Überlebensfähigkeit des Unternehmens d.h. den langfristigen Erfolg des Unternehmens und damit die Existenzsicherung zu gewährleisten. In der Strategie Anyway (und bei den meisten Sozialfirmen) wird Erfolg mit sozialen und nicht mit wirtschaftlichen Faktoren gleichgestellt. In Sozialfirmen arbeiten in der Regel Mitarbeitende, welche eine Leistungsbeeinträchtigung haben und deshalb auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt sind. Sie verrichten Arbeiten, die meistens nicht marktfähig sind. Die Löhne der Mitarbeitenden werden in der Regel bezuschusst. Im Spezialfall der SBB kommen weitere betriebswirtschaftliche und personalpolitische Überlegungen dazu. So bedeutet z.B. unternehmerischer Erfolg im Case Management u.a. Schaffung von Reintegrationsstellen und die Vermeidung von medizinischen Frühpensionierungen indem die Restarbeitsfähigkeit sinnvoll genutzt werden kann. Damit werden auch Kosten eingespart. Dies geschieht dadurch, dass die SBB anstatt Geld in die Pensionskasse für medizinische Frühpensionierungen einzuschiessen, pro reintegrierten Mitarbeitender rund CHF 500'000.-- einspart (Mehrkosten Berufsinvalididät, MBI). Das bedeutet letztendlich, dass die personalpolitischen Überlegungen nicht ausschliesslich mit den betriebswirtschaftlichen Zielen korrespondieren und insbesondere beim Finanzmodell die eingesparten Mehrkosten Berufsinvalididät auf der Erlösseite eingerechnet werden können.