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5.5.2.2. Massnahmen

IT-Unterstützung

Um die Qualität der Auftragsplanung zu erhöhen wird in eine APS-Software (Advanced Planning System) investiert. Diese ermöglicht eine genauere und vorausschauende Einplanung der vorhandenen Ressourcen und erhöht die Planungssicherheit über die gesamte Wertschöpfungskette.183 Man erhofft sich dadurch u.a. eine Verkürzung der durchschnittlichen DLZ von ca. zwei Tagen.

Horizontale Integration184

Um die offene Beziehung des Planungsprozesses zu beheben, wird die dezentrale Planung durch eine zentrale Planung ersetzt, welche für die gesamte Auftragsabwicklung verantwortlich ist. Die Planung erfolgt nach einer Mittelpunktterminierung und richtet sich der Schmelzerei aus und plant davon ausgehend die vor- und nachgelagerten Arbeitsprozesse.185 Die aktuell täglich verwendeten Arbeitsstunden aller dezentralen Planungsstellen von 32 Stunden sollten nach Schätzungen auf ca. 16 Stunden reduziert werden können.

Rückmeldung der Arbeitsgänge

Die Notwendigkeit der Rückmeldung aller Arbeitsgänge wurde im Verlaufe der Prozessanalyse offensichtlich. Daher wurde entschieden, innert Jahresfrist in ein Strichcode-System zu investieren, mit welchem die Arbeitsgänge durch das Scannen eines Strichcodes auf dem Begleitpapier zurückgemeldet werden können. Neben der Erreichung erhöhter Informationsqualität, sollten dadurch die für die Suche und Rückmeldung aufgewendeten Arbeitsstunden erübrigt werden.

Die Umsetzung aller erwähnten Massnahmen verändert entsprechend den Soll-Prozess Auftragsplanung (Abbildung 20): Die Nutzung eines APS ermöglicht eine der Schmelzerei ausgerichtete Mittelpunktterminierung und eine ressourcengerechte Planung über die gesamte Wertschöpfungskette. Dies sowie die Investition in Strichcode-Scanner erübrigen die dezentrale Planung und können Durchlaufzeiten erheblich verringern.

Abbildung 20: Soll-Prozess Auftragsplanung

Abbildung 20: Soll-Prozess Auftragsplanung

 

183 Vgl. Fleischmann / Meyr / Wagner (2008), S. 84.
184 Vgl. Suter (2004), S. 137.
185 Die Schmelzerei bildet ein ‚technisches Bottleneck‘ in der Produktion, da die Abfolge der verschiedenen Schmelzen einen hohen Einfluss auf die Tages-Produktivität hat: So gibt es bestimmte Abfolgen von zu schmelzenden Werkstoffen, welche zuerst eine zeitintensive ‚Reinigung‘ des Schmelzofens erfordern. Bei solchen Engpässen sollte für die Planung eine sog. Mittelpunktterminierung angewendet werden, vgl. hierzu Wannenwetsch (2007), S. 473ff.